CHAOS RADIO BERLIN IST NICHT NUR EIN WEBRADIO***CHAOS RADIO BERLIN IST FÜR JEDE INFO DANKBAR UND UNSERE REDAKTION GEHT ALLE THEMEN NACH***
 Deutschland
 Willkommen auf der Gay-Seite DJ Joogi 07.08.2010 - 01:30 


www.chaos-radio-berlin.com





Hallo,

schön, dass Du hier auf unsere Info-Seite für Lesben und Schwule gekommen bist.

 

Was ist eigentlich Chaos Radio Berlin?

 

Chaos Radio Berlin ist kein schwuler Sender, aber in schwuler Hand.!

 

Ich als Betreiber dieses Senders biete hier ein Internet-Radio für jeden an. Auch sind mir Beiträge 

aus der Heten- , Lesben- und Schwulen-Welt wichtig.

 

Chaos Radio Berlin bietet Themensendungen aus allen Bereichen

und freut sich auch über Deine Infos,

Tipps oder Deine Mitarbeit.

 

Nicht alle aus unserem Team sind schwul, aber die, die es sind, gehen offen damit um,

denn wir sind genau so Menschen wie jeder andere.

 

Unsere Redaktion wird von unseren beiden Mädels geführt, und die sind "SCHWUL",

sie stehen auf Männer . . .  *zwinker*

 

 

Am 23.01.2009 ist Chaos-Radio-Berlin auf Sendung gegangen

und hat bisher mehr als einige Hürden nehmen müssen,

um weiter im Netz zu stehen.

 

Man sieht immer wieder, dass es Neider gibt, wobei DAS eigentlich nicht sein müsste!


Mein Team und ich stehen zu dem, was wir sind, und wir gehören nicht zu den Sendern,

die am 01.Dezember eine Themensendung über HIV und AIDS machen,

und danach das ganze Jahr darüber schweigen.

 

Chaos Radio Berlin steht für Aufklärung, denn HIV und AIDS geht JEDEN etwas an,

 es kann JEDEN treffen.!

 

Wenn Du mehr über uns erfahren willst, so wende Dich bitte an mich  info@Chaos-Radio-Berlin.org

 

oder Joogiberlin@aol.com

 

Über MSN erreichst Du unseren Sender unter :  Chaos-Radio-Berlin@live.de  

 

Nun viel Spaß hier im Chaos.


Tipps, Infos und Hinweise nehmen wir immer gerne an.

 

Euer Joogi

 

 

 



gay-szene.net - Der Gay Guide fuer Cruising, Kino, Saunen und Shopping


 Gleichstellung von schwulen Paaren Mirko Kaltschmidt 06.08.2010 - 09:19 

Es kann nicht angehn,wenn wir als verpartnerte schwule Paare,die gleichen Pflichten,

wie in der nomalen Ehe haben,sprich Steuergesetz.

Wir müssen für uns gegenseitig Finanzell aufkommen.

Haben aber nicht das Recht,der freien Wahl der Lohnsteuergruppe.




Herr Kaltschmidt schrieb das Bundesministerium der Justiz am 16.Juli 2010 an und hier die Antwort...!!!



Bundesministerium der Justiz
Referat I A 1

Sehr geehrter Herr Kaltschmidt,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 16.Juli 2010.
Die Koalitionsparteien haben im Koalitionsvertrag verabredet, dass sie auch im Steuerrecht eine rechtliche Gleichstellung der Lebenspartner mit den Ehegatten anstreben. In Erbschaftsteuerrecht und im Grunderwerbsteuerrecht wir diese Gleichstellung durch das Jahressteuergesetz 2010 jetzt schon verfolgt. Es wird derzeit geprüft, wann die Gleichstellung im Einkommensteuerrecht folgen soll.

Wie Sie wissen gibt es auch eine parlamentarische Initiative, die die Ehe für Lebenspartner öffnen will. Dazu ist allerdings eine Änderung von Art. 6 des Grundgesetzes erforderlich. Ob die dafür erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit in den parlamentarischen Gremien zu erreichen ist, muss derzeit allerdings noch bezweifelt werden.

Die Justizministerin, da können Sie sicher sein, setzt sich weiterhin mit Nachdruck für eine vollständige Gleichstellung von Lebenspartnern und Ehegatten ein.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Thomas Klippstein


Weitere Infos folgen.....!!!!!!!!!!




 Empfehlung DJ Joogi 05.08.2010 - 14:46 

gay-szene.net - Der Gay Guide fuer Cruising, Kino, Saunen und Shopping


 Heute erreichte uns, eine Email von Simon Craig DJ Joogi 02.04.2010 - 00:00 


Am 30.03.2010  erreichte uns diese Email.

Uns wurde erlaubt, diese Email öffentlich zu machen.

Vielen Dank an Simon Craig

********************************************************+

Wir sind noch lange nicht soweit!

 

Liebe Webradiobetreiber liebe Hörer.

Man soll es nicht für möglich halten. im Zeitalter wo schwule Paare heiraten u Ihren Kinderwunsch erfüllt bekommen, passieren doch tatsächlich noch solche Dinge.

Mein Lebensgefährte und ich wurden von der Hauseigentümervertretung letzt hin als "die alten schwulen Arschficker" gegenüber Dritte bezeichnet.

Dies ging dann alles seinen rechtlichen Lauf, der Anwalt wurde eingeschaltet es gab eine Klage bei Gericht zu Aachen. heute wurde uns mitgeteilt das das verfahren aus dem Grunde des öffentlichen Desinteresse eingestellt wurde.

Wir sind wieder soweit das Diskriminierung an der Tagesordnung ist, oder ist es ein ungeschriebenes Gesetzt das kein öffentliches rechtliches Interesse besteht??

Ich muss nicht andeuten das ich nicht nur als Privatperson so was ertragen musste.

Darf man in der heutigen zeit so etwas hinnehmen?

Euere Travestie Diva Simon Craig


Simon
 Craig




 Gay-Info DJ Joogi 17.10.2009 - 01:30 


Österreich: Homo-Ehe wird Gesetz

Die Regierung hat die Einführung einer Lebenspartnerschaft zum 1. Januar 2010 beschlossen.
Unterschied zur Ehe:
sie wird nicht auf dem Standesamt geschlossen. Oder doch?



Es kommt nicht oft vor, dass sich Politiker wegen Schwulen und Lesben die Nacht um die Ohren schlagen.
 Doch das österreichische Gesetz zur Einführung von Lebenspartnerschaften sorgte
für so viel Streit zwischen den Koalitionären aus SPÖ und ÖVP,
dass die Politiker erst am Dienstagmorgen um 5.30 Uhr ihren Kompromiss fertig hatten.
Am Dienstag war der letzte Termin, um ein Gesetz noch rechtzeitig zum Inkraftreten 2010 in das Parlament einzubringen.

Nun ist die Einführung einer Lebenspartnerschaft in Österreich beschlossene Sache,
schwule und lesbische Paare sollen sich ab dem 1. Januar 2010 das Jawort geben können.
 Während ein Adoptionsrecht (inkl. Stiefkindadoption) und künstliche Befruchtung nicht Teil der Homo-Ehe werden,
ist diese ansonsten einer Ehe, vom Namen abgesehen, weitgehend gleichgestellt,
 eine Auflösung der Partnerschaft ist sogar schneller möglich als eine Scheidung.
 Letzter Unterschied, um den lange gestritten wurde und bei dem sich letztlich die ÖVP durchsetzte:
das Standesamt steht Schwulen und Lesben nicht offen.

Doch der lange Kampf in der Nacht hat möglicherweise das ein oder andere Türchen stillschweigend offengelassen.
Denn für die Eintragung ist die örtliche Verwaltung zuständig, und die kann,
zumindest in einigen Städten,
das Standesamt für eine Zeremonie öffnen (die Eintragung findet dann allerdings nicht "im" sondern "in den Räumlichkeiten des" Standesamts statt, und wer mehr Interesse an gesetzgeberischer Wortgewandtheit hat und wissen will,
 was eine Statutarstadt ist, kann beim ORF weiterlesen).
Die Stadt Wien hat bereits angekündigt, Spielräume des Gesetzes auszunutzen.


Freude und Enttäuschung

Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien begrüßte die Einführung der Homo-Ehe:
 "Wir freuen uns sehr, dass die langen Verhandlungen nun noch fristgerecht zu einem Abschluss gebracht wurden
 und dass das EP-Gesetz mit Jahreswechsel in Kraft treten kann",
HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "Damit vollziehen wir einen Schritt, den Dänemark bereits vor 20 Jahren gesetzt hat,
als dort als erstem Land Europas die Eingetragene Partnerschaft eingeführt wurde.
"Betrübt ist er von der Verweigerung des Standesamts: "
Auch wenn die umfassende rechtliche Gleichstellung natürlich wichtiger ist,
hat die Frage des Ortes und der Form der Eintragung sehr hohe Symbolkraft: Die Verweigerung des Standesamtes wird nicht nur von Lesben und Schwulen als Demütigung und Provokation betrachtet und muss noch einmal überdacht werden", so Högl.
"Auch dass Adoption und Fortpflanzungsmedizin weiterhin ausgeschlossen bleiben und sogar explizit untersagt werden, schmerzt sehr."







Die Regenbogenflagge

Die Regenbogenflagge ist wohl das bekannteste schwul-lesbische Symbol. 1978 entwarf Gilbert Baker in San Francisco eine Flagge mit 6 Streifen in den Farben des Regenbogens, die den Stolz der schwul-lesbischen Community symbolisieren sollte.
Allmählich gewann die Flagge an Popularität und bot eine optische und farbenfrohe Alternative zu dem bisher geläufigen pinkfarbenen Dreieck. Mittlerweile wird die Regenbogenflagge vom Internationalen Kongress der Flaggenhersteller (International Congress of Flag Makers) anerkannt und weltweit auf Schwulen- und Lesbenparaden geschwenkt. 1989 erlangte die Regenbogenflagge in den USA landesweit Aufmerksamkeit, nachdem John Stout erfolgreich seine Vermieter in West Hollywood verklagt hatte, als diese ihm verboten, die Flagge von seinem Balkon aus zu hissen. Baker lebt heute immer noch in San Francisco und stellt nach wie vor Regenbogenflaggen her.





Flagge Regenbogen

Rot: Leben
Orange: Gesundheit
Gelb: Sonne
Grün: Harmonie mit der Natur
Blau: Kunst
Violett: Geist







Tödliche Angriffe auf Schwule

Homophobe Gewalt in London

16.10.2009

Ausgerechnet im liberalen London steigt die Zahl der Attacken gegen Schwule und Lesben. Vier Homosexuelle wurden in den vergangenen zwölf Monaten getötet.

London gilt als aufgeschlossene Stadt, in der Menschen verschiedener Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung leben und leben lassen. Zwar ist Gewalt ein großes Thema in der britischen Hauptstadt - Raub, Mord und Vergewaltigung stehen quasi auf der Tagesordnung - aber von sogenannter politischer Gewalt hört man in der Millionenstadt eher selten. Ausgerechnet in der liberalen Multikulti- und Party-Metropole schlägt jetzt die Polizei Alarm: immer mehr Schwule und Lesben werden attackiert.

Der 62-jährige Ian Baynham wurde im September auf offener Straße so brutal zusammengeschlagen, dass er an den Folgen starb. Er ging abends mit einem Freund über den berühmten Trafalgar Square mitten in London, als eine Jugendliche begann, ihn mit schwulenfeindlichen Parolen zu beschimpfen, wie die britische Zeitung The Times berichtete.

Als er mit ihr sprechen wollte, schlug sie auf ihn ein. Ein junger Mann, der die junge Frau begleitete, stieß Baynham zu Boden und trat nach ihm - der 62-Jährige erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen. Ein zweites Mädchen stand daneben und schaute zu. Zwei Wochen später starb Baynham im Krankenhaus. Scotland Yard fahndet nun nach den Jugendlichen, die auf 16 bis 20 Jahre geschätzt werden, und hat Bilder der beiden verdächtigen, blonden Mädchen veröffentlicht, die eine der unzähligen Londoner Überwachungskameras eingefangen hatte.

Mindestens drei weitere Männer wurden laut britischen Medienberichten in den vergangenen zwölf Monaten in London wegen ihrer sexuellen Orientierung umgebracht. Im Juli wurde ein 79-Jähriger in seinem Haus im Londoner Stadtteil Greenwich ermordet, vier Monate zuvor war ein 59-Jähriger in seiner Wohnung im Südosten der Stadt erstochen worden. Auch sein Partner erlitt Stichwunden, überlebte den Angriff aber. Im November 2008 wurde ein 28-Jähriger nach einer durchfeierten Nacht in Londons Party-Viertel Soho in seiner Wohnung zu Tode geprügelt.

Nach Angaben von Sir Paul Stephenson, dem Chef der Londoner Metropolitan Police, stieg die Zahl homophober Gewalttaten um fast 14 Prozent. Zwischen Juni 2008 und Juni 2009 wurden 1123 Fälle in London gemeldet, ein Jahr zuvor waren es noch 989. Nur ein Teil des Anstiegs sei damit zu erklären, dass mehr Angriffe gemeldet würden, weil Schwule und Lesben heute selbstbewusster seien und keine Angst mehr hätten, sich zu wehren.

"Wenn die Zahl der Attacken steigt, ist das ein deutliches Alarmsignal", sagt die Sprecherin des deutschen Lesben- und Schwulenverbandes, Renate Rampf. "Selbst in einem Land wie Großbritannien, in dem die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben mit Heterosexuellen so weit fortgeschritten ist, zeigt sich, dass die Gesellschaft nicht vollständig mitzieht." Gerade Jugendliche, die vielleicht mit ihrem eigenen Leben nicht so zufrieden seien, neigten zu Gewalt. Schwule und Lesben böten sich da als Sündenböcke an. "Man rechnet noch immer mit Applaus, wenn man Homosexuelle verprügelt", sagt Rampf.

Eine Stadt wie London sei zwar multikulturell, aber darum auch eine "Multi-Konfliktgesellschaft", sagt sie. "Religiöse Fundamentalisten leben dort Tür an Tür mit modernen Individualisten. Da gibt es natürlich Konfliktpotential."




„Homophobie – auch in Deutschland ein Problem“

16.10.2009

Auch in Deutschland ist die Akzeptanz von Homosexualität noch längst nicht in alle Bereiche der Gesellschaft vorgedrungen. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen wollen im Grundgesetz ein ausdrückliches Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Identität verankern und haben am Freitag einen entsprechenden Antrag in den Bundesrat eingebracht.

Zwar werden mit Berlin und Hamburg die beiden größten deutschen Städte von schwulen Bürgermeistern regiert und möglicherweise bekommt die Bundesrepublik mit Guido Westerwelle ihren ersten bekennend schwulen Außenminister, allerdings gibt es im Alltag nach wie vor Pöbeleien und auch körperliche Gewalt gegen Menschen, die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen.


Die Diskrepanz zwischen den Ansprüchen der Politik und der tatsächlichen Umsetzung in der Gesellschaft sei groß, sagte der Soziologe Bastian Fink vom schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo in Berlin zum Tag gegen Homophobie im Mai. "Wenn ein Lehrer nicht eingreift, wenn Schüler abfällig 'schwule Sau' sagen, setzt sich fest, dass es nicht so schlimm ist, das zu sagen."

Selbst im bunten Berlin, das nicht gerade für seine Schwulenfeindlichkeit bekannt ist, trauen viele Homosexuelle sich nicht, ihre Liebe offen zu zeigen. "Wenn ich meine Freundin küssen will, gucke ich mich immer erst um, ob Leute in der Nähe sind, die eine blöde Bemerkung machen könnten oder sogar mit Gewalt drohen", sagt eine lesbische 33-Jährige aus der Hauptstadt.

Jeder dritte Deutsche hat ein "moralisches Problem" mit Homosexualität

Der "Gallup Koexistenz-Index 2009" beschreibt, dass etwa jeder dritte Deutsche ein "moralisches Problem mit Homosexualität" hat. In der deutschen Hauptstadt wurden 2008 einige Dutzend Gewalttaten gegen Schwule und Lesben polizeilich erfasst, der Soziologe Finke weiß dagegen von 180 solcher Taten.

"Es ist überaus schwierig, die Zahl der Vebrechen statistisch zu erfassen", sagt Renate Rampf. Bei Gewaltdelikten fänden das Motiv und die persönlichen Lebensumstände von Täter und Opfer selten Eingang in statistische Daten. Die Dunkelziffer dürfte auch in Deutschland deutlich höher sein als angenommen.

Einer der brutalsten Fälle passierte im vergangenen Jahr im vermeintlichen Berliner Szeneviertel Friedrichshain. Mehrere Jugendliche lauerten im Park einem Mann auf, rissen ihn vom Fahrrad, prügelten ihn krankenhausreif und beschimpften ihn als "schwule Sau". Das Opfer war allerdings heterosexuell und Familienvater.

Polizei ist jetzt Schutz- statt Verfolgungsbehörde

Eine Sache habe sich aber in den vergangenen Jahren deutlich geändert, sagt Rampf. "Bis vor einigen Jahren verstand sich die Polizei noch als Verfolgungsbehörde von Homosexuellen, heute versteht sie sich als Schutzbehörde. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung und das sollte man auch durchaus einmal betonen."

Bis 1969 wurden Schwule und Lesben in Deutschland strafrechtlich verfolgt, erst 1994 wurde der "Schwulenparagraph", der noch lange Zeit ein höheres Schutzalter bei gleichgeschlechtlichem als bei heterosexuellem Sex festgelegt hatte, komplett abgeschafft.





CSU bleibt bei Ablehnung


Kein Adoptionsrecht für Homosexuelle

"Ehe und Familie verteidigen": Die CSU hat die Klage gegen das Lebenspartnerschaftsgesetzt zwar zurückgenommen - doch allzu liberal will die Partei auch nicht werden.

Trotz der Rücknahme der Verfassungsklage gegen das Lebenspartnerschaftsgesetz des Bundes lehnt die bayerische Staatsregierung ein gemeinsames Adoptionsrecht für Schwule und Lesben ab. Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) kündigte am Montag an: "Ich werde Ehe und Familie weiterhin gegen eine schrittweise Gleichsetzung verteidigen." Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) forderte die Union dagegen auf, ihren Widerstand gegen die gemeinsame Adoption durch Lebenspartner aufzugeben.

Merk sagte, die Staatsregierung habe zwar "in der neuen Regierungskonstellation" die Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Stiefkindadoption zurückgenommen. Sie warnte aber davor, daraus Rückschlüsse auf weitere Gesetzesänderungen zu ziehen. "Wer aus vermeintlicher Political Correctness immer weitere Zugeständnisse an andere Lebensformen macht, beschädigt in Wahrheit das Institut der Ehe", sagte die Ministerin mit Blick auf Zypries.

Auch eingetragene Lebenspartnerschaften verdienten "selbstverständlich Respekt und rechtlichen Schutz", sagte die CSU-Politikerin. Das könne aber nicht bedeuten, die Unterschiede zur Ehe völlig zu verwischen. "Insbesondere eine Volladoption durch Lebenspartner wird es mit mir nicht geben", kündigte Merk an.

Die Normenkontrollklage Bayerns hatte sich vor allem gegen die sogenannte Stiefkindadoption gerichtet. Das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz ermöglicht die Adoption des Kindes des anderen Homo-Lebenspartners.

Zypries begrüßte das "Einlenken" Bayerns: "Es ist schön, dass sich die CSU Fakten nicht verschließt." Sie hoffe nun, dass CDU und CSU "endlich ihren Widerstand aufgeben und den Weg zur Zeichnung des geänderten Europäischen Adoptionsübereinkommens freimachen, damit wir neben der Stiefkindadoption auch die gemeinsame Adoption durch Lebenspartner ermöglichen können".

Die bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wertete den Rückzug der Klage als Erfolg der Liberalen. "Die FDP hat als Koalitionspartner der CSU geholfen, im 21. Jahrhundert anzukommen", sagte die frühere Bundesjustizministerin. Der SPD-Rechtsexperte im Bundestag, Carl-Christian Dressel, bezeichnete die Entscheidung der Staatsregierung als "überfällig".

Dagegen wertete der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, den Rückzug als "feige und ein beschämendes Eingeständnis des Scheiterns". Das gemeinsame Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare müsse in der nächsten Wahlperiode endlich eingeführt werden: "Alles andere wäre ungerechtfertigte Diskriminierung."

Die Grünen-Gleichstellungsexpertin im bayerischen Landtag, Claudia Stamm, warf Merk vor, die Gleichstellung weiterhin schlecht zu reden. Wer Zugeständnisse an andere Lebensformen mache, beschädige nicht die Ehe, sondern beende endlich eine unfaire Diskriminierung. 2Wir haben gehofft, dass auch in Bayern endlich normale Zeiten anbrechen, doch davon ist man anscheinend noch ziemlich weit entfernt."

Die Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD), Uta Kehr, betonte, die Staatsregierung habe eingesehen, "dass sie sich nicht gegen die Realitäten stemmen" könne. "Wenn es keine Argumente gegen die Stiefkindadoption gibt, kann es auch keine schlüssigen Argumente gegen ein gemeinsames Adoptionsrecht mehr geben."





ONYVA - LSVD schaltet Hotline gegen Gewalt und Diskriminierung

Am 5. Mai 2009 startet der Lesben-und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. das neue Projekt ONYVA, das sich an Opfer lesbenfeindlicher Gewalt richtet. Die Telefon-Hotline mit der Rufnummer 030 – 44 00 82 42 wird werktags in der Regel von 16-18 Uhr erreichbar sein. Diskriminierungen und Übergriffe können hier gemeldet werden. In Kooperation mit der Berliner Polizei und anderen Beratungsstellen wird gewährleistet, dass die Opfer die notwendige Unterstützung und Hilfe bekommen. Per Mail ist das Projekt erreichbar unter onyva@lsvd.de, im Internet unter www.onyva.lsvd.de.


Die Ziele von ONYVA

In Berlin werden Lesben nach wie vor Opfer anti-lesbischer Gewalt. Aus unseren Beratungen wissen wir von den Drohungen und körperlichen Übergriffen, denen lesbische Frauen ausgesetzt sind. Aber die betroffenen Frauen wissen nicht, an wen sie sich in einer akuten Notsituation wenden sollen. In den meisten Fällen machen sie ihre negativen Erfahrungen mit sich selbst aus oder bagatellisieren sie sogar. Das kann und darf nicht sein! Die Hotline ist ein erstes Angebot, diesen lesbischen Opfern umgehend zu helfen.

Der LSVD setzt sich für größere öffentliche Präsenz von Lesben ein. Wir können das aber nur verantworten, wenn wir zugleich auch ein Mehr an Sicherheit gewährleisten. Um diese Ziele zu erreichen, haben die Lesben im LSVD das Projekt ONYVA gestartet. Wir brauchen Maßnahmen, die Lesben Selbstbewusstsein und Sicherheit geben, die Hotline ist ein erster Schritt dazu.

Die Aktion „Lesben-Hotline im LSVD“ wird unterstützt von folgenden Projekten:

Iranische Lesben im LSVD
Lesbenstammtisch Berlin
Interimssprecherinnen der Lesbenvollversammlung
TERRE DES FEMMES e.V.
Lambda Berlin-Brandenburg e.V.
Sonntagsclub e.V.


Lesbisches Anti-Gewalt-Projekt des LSVD Berlin-Brandenburg e.V.


Lesben können sich in Berlin nicht offen zeigen, nicht ungefährdet offen leben. Onyva oder on y va (übersetzt „aufwärts“, „vorwärts“ oder „Wir brechen auf“) ist der Name des neuen Lesbenprojektes des LSVD in Berlin. Das Projekt greift drei zentrale Arbeitsschwerpunkte im Themenbereich Gewalt gegen Lesben auf:

- Selbstbewusstsein und Sicherheit für Lesben in Berlin

- Androhung von Vergewaltigung als das tägliche Bedrohungsszenario

- Prävention, Sensibilisierung und Solidarität


1. Selbstbewusstsein und Sicherheit für Lesben in Berlin


Lesben können sich nur offen zeigen, wenn sie sich dadurch nicht in größere Gefährdungssituationen bringen. Derzeit sind Lesben in Berlin am sichersten, wenn sie nicht geoutet sind und sich verstecken. Der LSVD setzt sich für größere öffentliche Präsenz von Lesben ein. Wir können das aber nur verantworten, wenn wir zugleich auch ein Mehr an Sicherheit gewährleisten und uns dafür einsetzen. Dabei geht es um die reale und um die gefühlte Sicherheit. Beides verlangt klare Botschaften der Politik und mehr Akzeptanz in der Mehrheitsgesellschaft. Berlin muss eine Stadt werden, in der Lesben willkommen sind und ernst genommen werden. Wir brauchen Maßnahmen, die Lesben Selbstbewusstsein und Sicherheit geben.


2. Vergewaltigung als tägliches Bedrohungsszenario


Lesben in der Öffentlichkeit sind selten. Aber einen Lesbenporno haben schon viele Männer gesehen. „Hey, ich bin ein bekannter Lesbenumdreher!“ Das ist eine gängige Reaktion von heterosexuellen Männern, wenn sie bemerken, dass ihr Gegenüber lesbisch lebt. Solche und ähnliche, häufig drastischere Sprüche, sind Alltag. Denn viele heterosexuelle Männer meinen zu wissen, dass Lesben von dem richtigen Mann bekehrt werden können. Formuliert als Angebot, das „Umdrehen“ persönlich zu übernehmen, gilt diese männliche Reaktion als normal, bestenfalls als peinlicher Spruch, als Kavaliersdelikt. Dabei ist die Bedrohung real.

Das vermeintliche ‚Angebot’ hat eine klare Botschaft: das Angebot von Sex wider Willen, die Androhung von Vergewaltigung. Eigentlich eine strafrechtlich relevante Angelegenheit. Aber niemand thematisiert es. Jedenfalls dann nicht, wenn es um Lesben geht. In anderen Zusammenhängen gilt die Androhung von Vergewaltigung als Menschenrechtsverletzung.

Bedrohung, Androhung einer Straftat, § 241 StGB wäre in solchen Fällen einschlägig. Aber darüber gibt es keine Aufklärung. Weder Lesbenprojekte noch die zuständigen Behörden beachten überhaupt diese Form von Gewalt. Es gibt keine Verlässlichkeit, dass überhaupt eine Norm gefunden wird, die einen entsprechenden Schutzzweck für Lesben hat.

Weder beim Täter und leider häufig auch nicht bei den Lesben gibt es ein Bewusstsein über das Unrecht. Kein Wunder, denn selbst in Lesbenprojekten und Beratungsstellen fehlt es an entsprechender Sensibilität.

Die Androhung, durch ungewollten heterosexuellen Geschlechtsverkehr umgedreht zu werden, ist das tägliche Bedrohungsszenario für eine lesbische Frau. Alle haben sich daran gewöhnt. Keine Lesbe kann sich auf Solidarität und Hilfe verlassen.


3. Prävention, Sensibilisierung und Solidarität


Onyva soll Maßnahmen zur Sensibilisierung, Aufklärung und Organisation von Solidarität sowie konkrete Angebote zur Hilfe in Berlin installieren, dazu gehören unter anderem:


- Einrichtung einer Hotline ab dem 5. Mai 2009. Finanzierung der Hotline, die Soforthilfe und Informationen bietet durch Berliner Behörden

- Auswertung der im Rahmen verschiedener Lesbenveranstaltungen erfolgten Befragungen von bisexuellen Frauen und Lesben

- Persönliche Beratungsstunden und Vernetzung

- Großkampagne für Selbstbewusstsein und Sicherheit

- Themenabende und Aufklärungsveranstaltungen mit Polizei, Staatsanwaltschaft, JuristInnenverbänden, Frauenhäusern und -Notrufen, Selbstverteidungs- und Frauensportgruppen, Menschenrechtsverbänden (TERRE DES FEMMES, ai)

- Zusammenarbeit mit FrauenärztInnen und Krankenhäusern

- Entwicklung von Aufklärungsmodulen und –Veranstaltungen für heterosexuelle Männer

- Zusammenarbeit mit großen Arbeitgebern in Berlin, wie zum Beispiel der BVG, Bayer Schering Pharma, HOWOGE und der Stadtverwaltung mit dem Ziel der Erarbeitung von betrieblichen Selbstverpflichtungen


Das Projekt sollte unmittelbar angeschoben werden und spätestens 2010 finanziert werden.


Constanze Körner   Katharina Doumler     Renate Heike Rampf


ONYVA

LSVD-Berlin-Brandenburg e.V.

Kleiststr. 35

10787 Berlin

Tel.: 030- 44 00 82 42

Fax: 030-22 50 22 21

onyva@lsvd.de

www.onyva.lsvd.de




MILES-Themenabend: "Sind alle Menschen frei und gleich?" am 13.Oktober Drucken

„Sind alle Menschen frei und gleich?
Homosexuelle Juden in Israel und Deutschland“


MILES organisiert einen Themenabend über jüdische lesbische Frauen und jüdische schwule Männer in Israel und Deutschland.

Wann: 13.10.2009 von 19 Uhr bis 21 Uhr
Wo:  LSVD/BLSB, Kleiststraße 35,
10787 Berlin (4. Etage)


Neben der Vorführung des Kurzfilms „Gevald“, der bei der Berlinale den 2. Platz bekommen hat, werden Referenten über das Leben von jüdischen Lesben und Schwulen in Israel und Deutschland sprechen: wir freuen uns über die Zusagen von Frau Leah Carola Czollek (Gastdozentin an der Alice Salomon Hochschule Berlin), Herrn Klaus Lederer (Die Linke) und Herrn Sascha Steuer (CDU).

Der Film: „Gevald“ zeigt die aktuelle Situation der homosexuellen Gemeinschaft in Jerusalem. Angefeindet von den Ultraorthodoxen und nur mäßig unterstützt von der Stadtverwaltung versucht diese Gemeinschaft ihren Platz in der Jerusalemer Gesellschaft zu behaupten.

Wir laden alle herzlich ein, an diesem Themenabend teilzunehmen. Bitte sagt es weiter und reserviert schon mal diesen Termin in Eurem Kalender.
Anmeldung unter: 22 50 22 17 oder miles@blsb.de



Sexualkunde statt Gebetsräume - Verwaltungsgericht blind für Realitäten Drucken

Sexualkunde statt Gebetsräume

Verwaltungsgericht ist blind für Realitäten an Berlins Schulen

Zur Entscheidung des  Berliner Verwaltungsgerichts, Gebetsräume an Berliner Schulen zu erlauben, erklärt Alexander Zinn, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg e.V.:

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. ist entsetzt über das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, demzufolge ein Anspruch auf die Einrichtung von Gebetsräumen an Berliner Schulen besteht. Die freie Religionsausübung ist ein selbstverständlich zu gewährleistendes Grundrecht. Staatliche Schulen sind aber nicht der richtige Platz dafür. Die Schule muss ein Ort neutraler Wissensvermittlung bleiben. Dieses Neutralitätsgebot darf sich nicht nur auf den Unterricht beziehen, sondern muss auch für den gesamten sozialen Raum der Schule gelten.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts ist vollkommen realitätsfern. Schon heute können aufgrund fundamentalistischer „religiöser“ Auffassungen einzelner Schüler die Lehrpläne in einigen Fächern kaum mehr eingehalten werden. So zum Beispiel im Sportunterricht, der vor allem von islamischen, aber auch von evangelikalen Vertretern zunehmend mit Forderungen nach Geschlechtertrennung und „sittlichen“ Bekleidungsvorschriften konterkariert wird. Ganz zu schweigen vom Sexualkundeunterricht, der an vielen Berliner Schulen faktisch nicht mehr stattfindet.

Das Verwaltungsgericht zeigt sich hier abermals blind gegenüber den Bestrebungen religiöser Hardliner, die die Trennung von Religion und Staat Schritt für Schritt aufbrechen wollen. Der Senat wird von uns aufgefordert, gegen dieses Fehlurteil Berufung einzulegen.




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"Liebe verdient Respekt"

Klaus Wowereit stellt neue Plakatkampagne des LSVD vor

Am Dienstag, dem 17. März 2009, stellte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit die neue Plakatkampagne des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. vor. Auf drei verschiedenen Plakaten sind küssende Paare zu sehen - ein schwules, ein lesbisches und ein heterosexuelles Paar. Darunter steht der Claim "Liebe verdient Respekt". Darüber hinaus wird die Internetseite www.zeig-respekt.de beworben, auf der weitergehende Informationen zum Thema Homosexualität zu finden sind.
Klaus Wowereit erklärte dazu in der Zeitschrift "Berliner Stimme":
"Dass ein Kuss zwischen zwei Menschen Hass und Gewalt hervorruft, ist traurig und nicht zu verstehen. Leider ereigneten sich in den vergangenen Monaten zahlreiche homophobe Hassverbrechen. Offenheit und Toleranz in der Gesellschaft müssen mit allen rechtstaatlichen Mitteln verteidigt werden."
Finanziert wird die Kampagne durch das Programm "Soziale Stadt" der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Koschwitz Plakat GmbH hat einen Großteil der Werbeflächen gesponsert.
Mehr Informationen finden Sie auf www.zeig-respekt.de

Dir gefallen die Plakate? Die A2-Plakate kann man/frau sich wochentags von 10.00-18.00 Uhr  in der Geschäftsstelle des BLSB e.V. abholen (Kleiststraße 35, 10787 Berlin). Gegen Zahlung einer Versandkostenpauschale können die Plakate auch versand werden. Bitte wenden Sie sich an sylvia.hinz@lsvd.de




Single  Info


Chaos Radio Berlin spielt ein Lied von Bernd Clüver mit dem Titel "Mike und sein Freund"

Dieses Lied stößt bei unseren Hörern auf Beifall und wird sehr gerne gehört und gewünscht.

Bernd Clüver stellte im Oktober 1976 diesen Titel vor und sorgte für große Aufmerksamkeit, da erstmals ein Sänger in der BRD über Homosexualität sang.

Obwohl das Lied in den deutschen Chats bis auf Platz 44 stieg, durfte er damit weder in der ZDF-Hitparade noch in der Sendung disco`76 auftreten.

Vielmehr musste der Sänger landauf, landab in Interviews versichern, das er nicht "so" sei,das vorläufige Ende seiner Karriere war besiegelt. Dieses Lied wurde verboten und erst nach der Aufhebung vom §175 erlaubt.

Hier der Text zu diesem Lied:



Mike rannte fort von zu Haus
und er suchte, wo Frieden ist,
denn der Krieg,
den seine Eltern "Liebe" nannten,
der gefiel ihm nicht.
Und er kam in die Stadt
Doch das Leben war hart.
Keiner fragte nach ihm
nur ein komischer Typ mit getoentem Haar,
der einfach mit ihm ging.

Mike und sein Freund teilten zu zweit
unter dem Dach ein Zimmer.
Keiner sah zu. Man ließ sie in Ruh'. So sollte es sein fuer immer.

Mike brauchte Geld und suchte nach Jobs.
Doch das war sehr schwer.
Denn man schickte ihn fort und rief ihm Schimpfworte hinterher.
Doch es gab einen Menschen, der ihn verstand,
wenn er muede nach Hause kam.
Und er nahm seine Hand und er machte ihm Mut,
sagte: "Morgen wird alles gut."

Mike und sein Freund teilten zu zweit
unter dem Dach eine Liebe.
Mike und sein Freund traeumten davon,
daß es noch lang so bliebe.

Aber dann kam der Tag, da kriegte Mikes Vater das alles raus.
Und er kam mit der Axt und brach mit Gewalt die Tueren auf.
Er schlug alles kurz und klein und nahm mit, was uebrig blieb.
Und morgen wollte er dafuer sorgen,
daß jeder die Schande sieht.

Mike und sein Freund blieben zu zweit.
Nun wußte jeder von ihnen.
Mike und sein Freund nahmen sich vor
nie mehr Versteck zu spielen.

Und sie raeumten die Truemmer beiseite.
Und sie sagten sich:
"Wir beweisen der Welt, daß uns're Liebe nichts Schlechtes ist."
Doch am anderen Tag, als Mike ahnungslos zur Arbeit kam,
stand sein Vater am Tor mit 13 Mann.
Und sie groelten und spuckten ihn an.

Dann kam die letzte Nacht, in der Mike nicht mehr schlief.
Und gemeinsam mit seinem Freund schrieb er diesen Abschiedsbrief:
"Mama und Papa, verzeiht, weil mir doch keiner helfen kann.
Denn der einzigste Mensch, der mich wirklich liebte,
war ein Mann...


ext. Bild

Zitat Chaosomi

Leider hat sich auch nach mehr 3 Jahrzehnten in einigen Köpfen NICHTS geändert.
Darüber sollte man mal nachdenken



   ext. Bild



Mike und sein Freund*KLICK*







MORD AN SCHWULEM TÜRKEN

"Du wirst sterben, wenn du nicht normal wirst"


Der schwule Student verfasste einen Artikel über sein Coming-out - und zwei Monate später war er tot. Eine Hinrichtung in Istanbul auf offener Straße. Sein Partner sagt: Es war die Familie, ein Ehrenmord. Türkische Homosexuellen-Vereine sind überzeugt, dass sein Fall nicht der einzige ist.

Berlin - Als Ahmet Y. vor drei Monaten einen Beitrag für das türkische Schwulenmagazin "Beargi" verfasste, setzte er damit sein Testament auf. Er habe "heute noch Herzklopfen", wenn er an sein Coming-out und das entscheidende Telefonat mit seinem Vater denke, schrieb der 26-jährige Istanbuler Physikstudent damals.

PHYSIKSTUDENT AHMET Y.: OPFER EINES EHRENMORDS?

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Seither sei das Verhältnis zu seiner Familie kaputt. "Mein Vater wollte mich zwingen, zum Arzt zu gehen, um mich von dieser Krankheit zu heilen." Die Verwandten versuchten ihn übers Telefon davon zu überzeugen, eine Frau zu heiraten. "Sie setzen mir die Pistole auf die Brust", schreibt Y. "Sie sagten, meine Mutter sei vor Trauer völlig abgemagert." Nach Monaten des zähen Bittens und Beschimpfens habe er verstanden: "Sie werden niemals aufgeben."

Zwei Monate nach Erscheinen des Artikels war Ahmet Y. tot. Am 15. Juli wurde er in seinem Auto im Istanbuler Stadtteil Üsküdar erschossen, aus einem vorbeifahrenden Wagen. "Durch unbekannte Täter", erklärte die Polizei laut türkischen Zeitungen. Von den Kugeln traf ihn nur eine, aber die war tödlich. "Er wollte Eiscreme für uns holen", berichtet sein Lebensgefährte Abi Tosun* im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Ich blieb oben in der Wohnung und hörte plötzlich die Schüsse." Als er auf die Straße rannte, war sein Partner tot und weit und breit kein Täter mehr zu sehen.

Tosun stammt aus Nordrhein-Westfalen, hat einen deutschen Pass und ist nach dem Mord nach Deutschland geflohen. Er fürchtet um sein Leben - denn er ist überzeugt zu wissen, wer schuld ist am Tod seines Partners.

Tosun glaubt an einen sogenannten Ehrenmord. Eine Bluttat, die begangen wurde, um die vermeintliche Schande zu tilgen, die ein schwuler Sohn für eine traditionell-patriarchalische Familie aus Ostanatolien bedeutet. Tosun erklärt, sein Freund habe eine Woche vor seinem Tod eine E-Mail von einem Onkel erhalten. Darin habe dieser gedroht: "Du wirst mit dem Leben bezahlen, wenn du nicht normal wirst."

Die Familie ließ die Leiche anonym vergraben

Tosun sieht noch einen weiteren Beleg für einen Ehrenmord: Die kurdische Familie des Toten habe keine Beileidsbekundungen hören wollen. Sie habe die Leiche nicht sehen wollen und keine Beerdigung organisiert. Stattdessen habe ein Onkel den Toten bei den Behörden abgeholt und auf einem anonymen Friedhof vergraben lassen. "Ich verstehe das nicht, das ist doch unmenschlich", sagt Tosun.

Von Deutschland aus versucht er nun, politische Unterstützung zu erhalten. "Die Europäische Union könnte den nötigen Druck auf die Türkei ausüben, damit die Behörden den Fall aufklären." Tosun hat zahlreiche Briefe geschrieben, in denen er Politiker um Hilfe bittet. "Ahmet war bekennender Homosexueller, der für unsere Rechte gekämpft hat", sagt er. "Er verdient es, dass sein Mord aufgeklärt wird."


Die zuständige Staatsanwaltschaft Üsküdar hat sich bislang nicht öffentlich zum Fall Ahmet Y. geäußert. Laut türkischen Medienberichten soll es Zeugen geben, die das Auto der Täter beobachtet und sich das Kennzeichen - ein Istanbuler Nummernschild - gemerkt haben sollen. Doch zum Stand der Ermittlungen wollte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nichts sagen. Die Leiche von Ahmet Y. sei obduziert worden, die Ermittlungen liefen, eine öffentliche Erklärung sei nicht vorgesehen. Wie es scheint, will man um jeden Preis Aufsehen vermeiden.

Die passive Haltung der Ermittler sei "typisch", empören sich Homosexuellen-Verbände in der Türkei. Sie werfen den Behörden vor, den Fall verschleiern zu wollen. "Wir fordern Aufklärung, ob Ahmet Y. wegen seiner Sexualität umgebracht wurde oder aus einem anderen Grund", schreiben drei Vereine in einem offenen Brief an die Istanbuler Polizei.

Der Mord vom 15. Juli war in der türkischen Öffentlichkeit zunächst überhaupt kein Thema. Kaum eine Zeitung berichtete über den Tod des schwulen Studenten vor seiner Haustür. "Homosexualität kommt in den türkischen Medien in der Regel nur dann vor, wenn es ins Showbusiness passt oder Grund zum Spott gibt", schreibt der Berliner Verein "Gays und Lesbians aus der Türkei" auf seiner Homepage. Diskriminierung werde selten ernst genommen.

"Kaum einer zählt die Ehrenmorde an Homosexuellen"

Auch die Istanbuler Polizei ist laut Tosun wenig hilfreich, wenn es um Übergriffe gegen Schwule geht. Im Gegenteil: Vor einem Jahr wurde Tosun nach eigenen Aussagen Zeuge, als ein Polizeikommando Razzien in den Istanbuler Schwulenkneipen "Tekyön" und "Pasam" durchführte und demonstrativ brutal gegen die Gäste vorging. Immer wieder komme es in Istanbul zu willkürlichen Maßnahmen gegen Einrichtungen und Lokale von Homosexuellen. Bei schikanösen Personenkontrollen würden persönliche Daten notiert. Ein Antidiskriminierungsgesetz gibt es in der Türkei bis heute nicht.

Erst seit ein Bericht im britischen "Independent" über den Mord erschien, interessieren sich auch die türkischen Medien für den Tod von Ahmet Y. Der britische Autor fragte: "War das das erste schwule Opfer eines Ehrenmords?" Vertreter homosexueller Verbände kennen die Antwort: "Falls das tatsächlich ein Ehrenmord war, dann war es nicht der erste an einem Schwulen", sagt Ali Erol. Er ist Generalsekretär von Kaos GL, einem der wenigen schwullesbischen Vereine in der Türkei, die sich einen "legalen Status" erkämpft haben. "Keiner zählt die im Namen der Ehre ermordeten Homosexuellen, und kaum einer berichtet darüber", sagt Erol. Selbstverständlich habe es ähnliche Fälle schon früher gegeben, vor allem in ländlichen Regionen der Türkei.

Doch der Fall Ahmet Y. ist besonders: Nicht nur ereignete er sich auf einer Straße mitten in Istanbul, auch die Ausführung -offenbar Schüsse aus mehreren Waffen - markiere eine neue Qualität der Gewalt. So was habe es noch nicht gegeben, sagt Erol. Gerade deswegen sei die Aufklärung so wichtig.

*Name von der Redaktion geändert


Anmerkung von DJ Joogi


Ich habe diesen Auszug aus Spiegel Online !!!





 Links von Gay Seiten DJ Joogi 11.10.2009 - 13:00 

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